Finnlands größte sowie bekannteste Stadt ist Helsinki. Mit mittlerweile nahezu 600000 Einwohnern ist Helsinki heute das unbestrittene Zentrum Finnlands – und zwar in so ziemlich jeder Beziehung: wirtschaftlich, kulturell, wissenschaftlich, geistig und politisch. Wenngleich nur knapp über 6% der Einwohner Helsinkis schwedischsprachig sind, gilt die Stadt offiziell als zweisprachig.
Wer eine Reise nach Finnland unternimmt, muss unbedingt zumindest einen kurzen Trip nach Helsinki einplanen, denn die Stadt ist wirklich beeindruckend und ein Urlaub in Finnland ohne einen Besuch in Helsinki würde zu einem unvollständigen Bild von Land und Leuten führen.
Was das Programm während des Ausflugs nach Helsinki angeht, so sind der Phantasie des einzelnen kaum Grenzen gesetzt, da das kulturelle Angebot in Helsinki riesig ist und es eigentlich an jeder Ecke etwas zu sehen gibt.
Zum Pflichtprogramm gehört natürlich der Dom von Helsinki, das berühmte Wahrzeichen der Stadt. Wer für bedeutende oder beeindruckende Gebäude und architektonische Spielereien etwas übrig hat, der wird Helsinki lieben, denn in der ganzen Stadt finden sich zahlreiche tolle Gebäude, wie etwa da alte Senatsgebäude oder die Universität, anhand derer die sich wandelnden Stile gut nachvollzogen werden können.
Doch auch wen Architektur weniger zu begeistern vermag, wird in Helsinki auf seine Kosten kommen. Ganz oben auf dem Programm für einen Urlaub in Helsinki sollten zum Beispiel auch die beiden berühmten Flaniermeilen der Stadt stehen. Die ‚Aleksanterinkatu‘ (benannt nach Zar Alexander dem Ersten) und die Esplanandi sind bei Touristen überaus beliebt und besonders im Sommer, wenn man den zwischen den Straßen gelegenen Park und den großen Markt am Ende der Esplanadi besuchen kann sehr zu empfehlen. Allzu viel shoppen tun die meisten Reisenden allerdings nicht, da die Preise (wie überall in Finnland) es wirklich in sich haben.
Bei angenehmen Temperaturen sollten Sie sich auch eine Fährfahrt zur Festung Suomenlinna nicht entgehen lassen. Die Mitte des 18. Jahrhunderts erbaute Festung verteilt sich auf mehrere vorgelagerte Inseln und zählt aus gutem Grunde seit 1991 zum Weltkulturerbe der UNESCO.
Auch wer sich für Kirchen interessiert, wird in Helsinki auf seine Kosten kommen. Auf der Halbinsel Katajanokka kann man die orthodoxe Uspenski-Kathedrale besichtigen. Die 1868 erbaute Kirche ist sehr deutlich vom russisch-byzantinischen Stil geprägt und stellt wohl das beeindruckendste Exemplar einer orthodoxen Kirche in ganz Westeuropa dar. Auch die noch ganz junge Temppeliaukio-Kirche, die sehr zentral in Stadtteil Töölö steht, stellt ein imposantes Beispiel christlicher Kirchenbaukunst dar, da sie in einen Granitfelsen integriert wurde.
Zusätzlich zu den beschriebenen Sehenswürdigkeiten in Helsinki gibt es natürlich auch diverse sehr gute Theater und ebenso viele interessante Museen, die auf jeden Fall einen Besuch wert sind. Wer sich nach so viel Kultur ein bisschen erholen möchte, kann aus einer beachtlichen Auswahl an Parks und Wäldern in der Stadt wählen, da Helsinki, besonders in Anbetracht seiner Größe, über einen erstaunlich hohen Anteil an Grünflächen verfügt. Im Sommer gehört auch ein Ausflug zum Badestrand Hietaranta zu den absoluten Do’s während eines Aufenthalts in Helsinki.
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Finnische Metropole: Helsinki
Donnerstag, 10. März 2011Dom und Senatsplatz in Helsinki
Dienstag, 11. November 2008Das bekannteste Wahrzeichen der Hauptstadt von Finnland ist der Dom. Er liegt im Zentrum von Helsinki am Senatsplatz. Er ist ein evangelischer Dom, der von Carl Ludwig Engel entworfen wurde. Jedes Jahr besichtigen 350 000 Besucher diese sehenswerte Kirche.
Schon 1919 waren die ersten Pläne für den Dom fertig. Allerdings wurde der tatsächliche Bau von 1930 – 1952 umgesetzt. Das Gebäude ist im Stil des Klassizismuses gestaltet. Carl Ludwig Engel wurde von der orthodoxen Architektur in Russland beim Entwurf und Umsetzung beeinflusst.
Der Dom in Helsinki ist eine Kreuzkuppelkirche. In der Aussenfassade sind die zwölf Apostel mit eingearbeitet worden. Die Zinkskulpturen beeindrucken durch ihre Größe. Im Innenraum wird der Besucher überrascht, denn dieser ist relativ schlicht gehalten. Die schmückenden Elemente sind eher rar, und die Wände sind wie die Aussenfassade in weiß gehalten. Durch diese zurückhaltende Gestaltung kommt der Altar und die Kanzel ganz besonders zur Geltung. Über der Kanzel hängt ein imposanter, vergoldeter Baldachin.
Wenn Sie den Dom verlassen, führt Sie eine große Freitreppe zum Senatsplatz. Der Platz ist umrahmt von kassizistischen Gebäuden. Im Norden steht erhöht der Dom. Auf der westlichen und östlichen Seite stehen die alten Senatsgebäude. Das eine wird heute von der Universität in Helsinki genutzt. Das andere Gebäude beherbergt den Stattsrat. An der Nordseite sind alte Kaufmannshäuser zu bewundern. Unter anderem auch das Sederholm-Haus. Es ist das älteste Steinhaus in der Innenstadt von Helsinki. Es wurde von dem Kaufmann Johan Sederholm 1757 erbaut, und ist heute noch ein beindruckendes Gebäude.
Um wirklich das gesamte Helsinki auf sich wirken zu lassen, lohnt es sich ein paar Tage länger zu bleiben. In Helsinki und Umgebung gibt es zahlreiche Unterkünfte in Ferienwohnungen oder – häusern.