Archiv für Januar 2011

Das Klima in Finnland

Freitag, 14. Januar 2011

Das Klima in Finnland kann als kaltgemäßigt bezeichnet werden. Finnland liegt im Übergangsbereich zwischen der maritimen und der kontinentalen Klimazone. Die für die Westwindzone typischen Tiefdruckgebiete können wechselnde und feuchte Wetterlagen hervorrufen. Andererseits liegt Finnland im Windschatten des Skandinavischen Gebirges (zwischen Norwegen und Schweden) und wird von diesem zum Nordatlantik hin abgeschirmt. Das führt dazu, dass sich kontinentale Hochdruckzonen entwickeln können, die oftmals sehr stabil sind. Diese sorgen für relativ heiße Sommer und doch sehr kalte Winter. Mäßigend auf diesen kontinentalen Charakter wirken sich der Golfstrom, die Ostsee und die zahlreichen großflächigen Binnenseen aus. Nicht umsonst wird Finnland „Land der tausend Seen“ genannt. Diese mäßigenden Einflüsse sorgen dafür, dass die Winter weniger kalt sind als in anderen Regionen in den selben Breiten. Die Verteilung der Niederschläge ist landesweit unterschiedlich. Der meiste Niederschlag fällt im Süden, während der Norden des Landes mit weitaus weniger Niederschlägen bedacht ist.

Ebenso ist ein deutliches Gefälle der Temperaturverteilung von Süden nach Norden zu registrieren.
Im Norden Lapplands werden landesweit die kältesten Temperaturen gemessen. Ebenso ist die Dauer der einzelnen Jahreszeiten stark von der geografischen Lage abhängig. Im Südwesten von Finnland dauert ein Winter im Schnitt nur 100 Tage, während er im nordfinnischen Lappland bereits 200 Tage dauern kann. In den kältesten Monaten Januar und Februar wurden dort schon Temperaturen von unter minus 50 Grad Celsius gemessen. Oftmals frieren die Seen schon Ende November/Anfang Dezember zu, wobei sie dann oftmals erst Ende Mai/Anfang Juni auftauen.

Um den Polarkreis herum ist in den Juni und Juli die Mitternachtssonne zu beobachten. Das heißt, wären dieser Zeit geht die Sonne überhaupt nicht unter. Als Gegensatz dazu geht die Sonne in den Monaten Dezember und Januar in diesen Regionen gar nicht richtig auf. Dort herrscht dann der Zustand der Polarnacht und von einer leichten Dämmerung während der Mittagszeit abgesehen ist kein Tageslicht vorhanden.