Nach der Hauptstadt Helsinki ist Espoo die zweitgrößte Stadt Finnlands. Sie hat etwa 240 000 Einwohner auf einer Fläche von etwas mehr als 312 Quadratkilometern. Das entspricht einer Bevölkerungsdichte von rund 770 Einwohnern auf den Quadratkilometer. Zwar ist Espoo eine eigenständige Stadt, wegen ihrer geografischen Nähe zu Helsinki wird sie jedoch zum Großraum Helsinki gerechnet. Geografisch liegt Espoo in der Landschaft Uusimaa im Süden Finnlands am Finnischen Meerbusen, einem Seitenarm der Ostsee.
Noch bis weit in das 20. Jahrhundert hinein war Espoo eine deutlich ländlich gepägte Ortschaft. Noch im Jahre 1920 hatte es gerade einmal 9 000 Einwohner von denen drei Viertel in der Landwirtschaft beschäftigt waren. Erst nachdem sich Helsinki Mitte des vergangenen Jahrhunderts ausdehnte, begann auch Espo zu wachsen. Die Bautätigkeit stieg rasant an und mit ihr die Zahl der sich hier ansiedelnden Menschen. Zu einem der wichtigsten Beschäftigungsbereiche entwickelte sich der Dienstleistungssektor. Espoo wurde im Jahre 1963 zum Marktflecken erhoben und erhielt 1972 das Stadtrecht. Der südliche Teil der Stadt ist am dichtesten besiedelt und ist durch die Autobahn mit der Hauptstadt Helsinki verbunden. Die Autobahn führt bis in die Innenstadt Helsinkis. Derzeit wird die Metro Helsinkis in großem Stil erweitert und wird bald bis in die südlichen Regionen Espoos führen. Das nördliche Stadtgebiet liegt an der Bahnstrecke von Turku nach Helsinki.
In Espoo haben sich viele große internationale Firmen angesiedelt, wie der Hersteller von Mobiltelefonen, Nokia, Kone als Hersteller von Aufzügen, der Entwickler von Spielen Remy Entertainment, der Kartonagen- und Papierhersteller M-real sowie das große Energieunternehmen Fortum.
Die Espoo Blues spielen in der höchsten finnischen Eishockey-Liga und der Fußballclub Honka Espoo in der ersten Fußballliga des Landes. Die Frauenmannschaft von Espoo wurde in den Spielzeitenen von 2006 bis 2007 zweimal hintereinander finnischer Meister. Espoo hat sich in der kurzen Zeit seiner Stadtgeschichte bereits zu einer Universitätsstadt entwickelt.