Finnische Metropole: Helsinki

10. März 2011

Finnlands größte sowie bekannteste Stadt ist Helsinki. Mit mittlerweile nahezu 600000 Einwohnern ist Helsinki heute das unbestrittene Zentrum Finnlands – und zwar in so ziemlich jeder Beziehung: wirtschaftlich, kulturell, wissenschaftlich, geistig und politisch. Wenngleich nur knapp über 6% der Einwohner Helsinkis schwedischsprachig sind, gilt die Stadt offiziell als zweisprachig.
Wer eine Reise nach Finnland unternimmt, muss unbedingt zumindest einen kurzen Trip nach Helsinki einplanen, denn die Stadt ist wirklich beeindruckend und ein Urlaub in Finnland ohne einen Besuch in Helsinki würde zu einem unvollständigen Bild von Land und Leuten führen.
Was das Programm während des Ausflugs nach Helsinki angeht, so sind der Phantasie des einzelnen kaum Grenzen gesetzt, da das kulturelle Angebot in Helsinki riesig ist und es eigentlich an jeder Ecke etwas zu sehen gibt.
Zum Pflichtprogramm gehört natürlich der Dom von Helsinki, das berühmte Wahrzeichen der Stadt. Wer für bedeutende oder beeindruckende Gebäude und architektonische Spielereien etwas übrig hat, der wird Helsinki lieben, denn in der ganzen Stadt finden sich zahlreiche tolle Gebäude, wie etwa da alte Senatsgebäude oder die Universität, anhand derer die sich wandelnden Stile gut nachvollzogen werden können.
Doch auch wen Architektur weniger zu begeistern vermag, wird in Helsinki auf seine Kosten kommen. Ganz oben auf dem Programm für einen Urlaub in Helsinki sollten zum Beispiel auch die beiden berühmten Flaniermeilen der Stadt stehen. Die ‚Aleksanterinkatu‘ (benannt nach Zar Alexander dem Ersten) und die Esplanandi sind bei Touristen überaus beliebt und besonders im Sommer, wenn man den zwischen den Straßen gelegenen Park und den großen Markt am Ende der Esplanadi besuchen kann sehr zu empfehlen. Allzu viel shoppen tun die meisten Reisenden allerdings nicht, da die Preise (wie überall in Finnland) es wirklich in sich haben.
Bei angenehmen Temperaturen sollten Sie sich auch eine Fährfahrt zur Festung Suomenlinna nicht entgehen lassen. Die Mitte des 18. Jahrhunderts erbaute Festung verteilt sich auf mehrere vorgelagerte Inseln und zählt aus gutem Grunde seit 1991 zum Weltkulturerbe der UNESCO.
Auch wer sich für Kirchen interessiert, wird in Helsinki auf seine Kosten kommen. Auf der Halbinsel Katajanokka kann man die orthodoxe Uspenski-Kathedrale besichtigen. Die 1868 erbaute Kirche ist sehr deutlich vom russisch-byzantinischen Stil geprägt und stellt wohl das beeindruckendste Exemplar einer orthodoxen Kirche in ganz Westeuropa dar. Auch die noch ganz junge Temppeliaukio-Kirche, die sehr zentral in Stadtteil Töölö steht, stellt ein imposantes Beispiel christlicher Kirchenbaukunst dar, da sie in einen Granitfelsen integriert wurde.
Zusätzlich zu den beschriebenen Sehenswürdigkeiten in Helsinki gibt es natürlich auch diverse sehr gute Theater und ebenso viele interessante Museen, die auf jeden Fall einen Besuch wert sind. Wer sich nach so viel Kultur ein bisschen erholen möchte, kann aus einer beachtlichen Auswahl an Parks und Wäldern in der Stadt wählen, da Helsinki, besonders in Anbetracht seiner Größe, über einen erstaunlich hohen Anteil an Grünflächen verfügt. Im Sommer gehört auch ein Ausflug zum Badestrand Hietaranta zu den absoluten Do’s während eines Aufenthalts in Helsinki.

Das Klima in Finnland

14. Januar 2011

Das Klima in Finnland kann als kaltgemäßigt bezeichnet werden. Finnland liegt im Übergangsbereich zwischen der maritimen und der kontinentalen Klimazone. Die für die Westwindzone typischen Tiefdruckgebiete können wechselnde und feuchte Wetterlagen hervorrufen. Andererseits liegt Finnland im Windschatten des Skandinavischen Gebirges (zwischen Norwegen und Schweden) und wird von diesem zum Nordatlantik hin abgeschirmt. Das führt dazu, dass sich kontinentale Hochdruckzonen entwickeln können, die oftmals sehr stabil sind. Diese sorgen für relativ heiße Sommer und doch sehr kalte Winter. Mäßigend auf diesen kontinentalen Charakter wirken sich der Golfstrom, die Ostsee und die zahlreichen großflächigen Binnenseen aus. Nicht umsonst wird Finnland „Land der tausend Seen“ genannt. Diese mäßigenden Einflüsse sorgen dafür, dass die Winter weniger kalt sind als in anderen Regionen in den selben Breiten. Die Verteilung der Niederschläge ist landesweit unterschiedlich. Der meiste Niederschlag fällt im Süden, während der Norden des Landes mit weitaus weniger Niederschlägen bedacht ist.

Ebenso ist ein deutliches Gefälle der Temperaturverteilung von Süden nach Norden zu registrieren.
Im Norden Lapplands werden landesweit die kältesten Temperaturen gemessen. Ebenso ist die Dauer der einzelnen Jahreszeiten stark von der geografischen Lage abhängig. Im Südwesten von Finnland dauert ein Winter im Schnitt nur 100 Tage, während er im nordfinnischen Lappland bereits 200 Tage dauern kann. In den kältesten Monaten Januar und Februar wurden dort schon Temperaturen von unter minus 50 Grad Celsius gemessen. Oftmals frieren die Seen schon Ende November/Anfang Dezember zu, wobei sie dann oftmals erst Ende Mai/Anfang Juni auftauen.

Um den Polarkreis herum ist in den Juni und Juli die Mitternachtssonne zu beobachten. Das heißt, wären dieser Zeit geht die Sonne überhaupt nicht unter. Als Gegensatz dazu geht die Sonne in den Monaten Dezember und Januar in diesen Regionen gar nicht richtig auf. Dort herrscht dann der Zustand der Polarnacht und von einer leichten Dämmerung während der Mittagszeit abgesehen ist kein Tageslicht vorhanden.